Philippinen – Reisebericht

by Nati
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Seit knapp zwei Wochen sind wir wieder im kalten Deutschland und die Bräune beginnt auch schon allmählich sich zu verabschieden…Deshalb war es nun an der Zeit den Philippinen Reisebericht abzutippen  😊

In diesem Beitrag möchte ich dir erzählen, wie wir unseren 3 1/2 Wochen-Trip geplant haben, wie unsere Route war, wie die Kultur und die Menschen waren – und vor allem wie das Essen als Veganer/in auf den Philippinen ist.

Wie war unsere Planung?

Nachdem wir letzten Sommer durch mein Praxissemester nicht in den Urlaub fahren konnten, war unser Plan wieder im Frühjahr in ein wärmeres Land zu reisen. Wir hatten einige Länder auf dem Radar, darunter beispielsweise auch Indien oder Kambodscha. Letzten Endes haben wir uns aber dann für die Philippinen entschieden.

Unseren Flug haben wir – wie schon seit Jahren – wieder über Skyscanner gesucht und gebucht. Bisher waren wir immer super zufrieden mit der Auswahl und den Preisen und können die Seite sehr empfehlen. Geflogen sind wir mit Singapore Airlines, da wir Glück hatten einen günstigen Flug zu ergattern. Ich kann nur gutes über diese Fluggesellschaft sagen: Service, Essen und Komfort waren wirklich super!

Geplant haben wir den Urlaub jedoch nicht wirklich, da wir eher Entspannen und alles auf uns zukommen lassen wollten. Im Nachhinein würde ich jedem raten eine Reise auf den Philippinen vorher zu planen, da dieses Land mit ca. 7000 Inseln einfach riesig ist. Wir haben die Entfernungen oft total unterschätzt und nicht bedacht, dass man so oft auf das Flugzeug als Transportmittel zurückgreifen muss (Flugdauer teilweise über 1 Stunde). Unterkünfte haben wir auch alle vor Ort gebucht, außer die für unsere erste Nacht in Manila. Für eine Nacht haben wir im DG Budget Hotel Salem übernachtet, welches sehr nah am Flughafen und preiswert war.

TIPP: Nimm den Flughafen-Shuttle Bus (PHP 80 p.P.), wenn du eine Unterkunft in der Nähe hast. Die Taxi-Fahrer versuchen dir sonst das Geld aus der Tasche zu ziehen, wenn sie sehen, dass du neu im Lande bist und die Preise noch nicht kennst.

Sabang

Welche Route haben wir gemacht?

Kurz vor unserem Reisebeginn haben wir uns eine grobe Reiseroute ausgesucht, welche wir aber dank schlechtem Wetter wieder über Bord werfen mussten. So kam es, dass wir vor Ort entschieden haben wo es als nächstes hingeht.

Die Ursprüngliche Route: 

Manila – Bohol – Moalboal (Cebu) – El Nido (Palawan) –  Sabang (Palawan) – Manila

Die neue Route:

Manila – Panglao (bei Bohol) – Mactan (bei Cebu) – El Nido (Palawan) – Coron (Palawan) – Sabang (Palawan) – Manila

Eigentlich sagt man das Januar bis Mai die optimalste Reisezeit für die Philippinen sei, da hier keine Regenzeit herrscht. Leider hatten wir im letzten Drittel des Januars auf Bohol und Cebu kein Glück.

Noch in Deutschland haben wir unseren Weiterflug von Manila nach Bohol gebucht (Air Asia ca. 70 € p.P.). Auf Bohol angekommen hat uns drei Tage schlechtes Wetter erwartet. Auf den Philippinen ist es wie überall in Asien – es regnet, aber es wird nicht kalt. Die Temperaturen waren trotzdem ein Traum, jedoch konnten wir nichts unternehmen, da man sich nicht auf den blauen Himmel verlassen konnte. Dieser konnte sich nämlich innerhalb von 10 Minuten zu einem Wolkenbruch verwandeln. Also blieben die Chocolate Hills von uns leider unbesucht.

Von Panglao ging es weiter nach Mactan, wovon ich leider nicht allzu viel berichten kann. Mactan sollte auch nur als Zwischenstation dienen, da wir von dort früher als ursprünglich geplant nach Palawan geflogen sind – denn dort war das Wetter die ganze Zeit wunderschön, während wir auf Panglao und Cebu Regen pur hatten.

Am Flughafen in Puerto Princessa angekommen, ging es auch gleich weiter mit der 6-Stündigen Fahrt nach El Nido (PHP 800 p.P.). Wenn du dir Bilder von den Philippinen ansiehst, dann hast du bestimmt schon das eine oder andere von El Nido gesehen und gedacht “Pure Trauminsel”…leider waren wir etwas enttäuscht. In der Stadt angekommen, ist es erst einmal super schwer eine Unterkunft zu finden, jedoch nicht unmöglich. Einfach von den Hauptstraßen in die Seitenstraßen gehen und man kann auch ein ordentliches Zimmer für (PHP 1200 p. Nacht) finden. El Nido selbst hat einen Strandabschnitt, an dem allerdings die ganzen Boote vor Anker liegen uns deshalb nicht sehenswert ist. Mit der schönste Strand von El Nido ist der mit dem Motorbike ca. 1 Stunde von der El Nido-Town entfernte “Nacpan-Beach”. Übrigens gibt es seit 2 Jahren auf El Nido einen ATM 😉

Nacpan Beach

El Nido

Als nächstes stand Coron auf dem Plan. Um nach Coron zu kommen hast du die Wahl zwischen Slow-Boat (ca. 25 €) und Speed-Boat (ca. 30 €). Nachdem wir mit beiden gefahren sind, rate ich dir die 5 Euro in das Speed-Boat zu investieren.

  • Das Slow-Boat ist ein “Bangka” nur in groß, für ca. 70 Leute und mit einer Fahrtdauer von 8 Stunden. Sitzmöglichkeiten sind Gartenbänke 🙈
  • Das Speed-Boat ist ein Fastcraft, für wesentlich mehr Leute, Klimaanlage uns Sitzplatzzuweisung. Fahrtdauer waren 4 Stunden.

Coron selbst ist eine Stadt auf der Insel Busuanga und hat uns bei weitem besser gefallen als El Nido. Die Insel bietet eine fantastische Vegetation und die Menschen dort sind viel Entspannter. Leider gibt es nicht besonders viel Möglichkeiten für tolle Strandabschnitte, aber wenn man sucht, dann findet man sie auch.

Nach Coron ging es noch für ein paar Tage nach Sabang. Hier sind wir wirklich noch einmal so richtig heruntergekommen. Sabang ist ein kleines verschlafenes Dörfchen, in dem es nicht einmal einen ATM gibt. Man findet preiswerte Bungalows (PHP 500 – 700 p. Nacht) am Strand, Fruchtstände und sogar ein vegetarisches Restaurant. Neben dem Strand findet sich ein Mangrovenwald, welcher super interessant anzusehen war und der Underground River (haben wir uns nicht angesehen).

Kultur uns Menschen auf den Philippinen?

Leider muss man sagen, sind die Philippinen ein Land mit sehr geringer Kultur. Früher besetzten die Spanier und dann kurzzeitig die Amerikaner die Philippinen, bevor sie Unabhängig wurden. Dies führte dazu, dass die Filipinos heute Christen sind und man auch in jedem noch so kleinem Dorf eine Kirche findet.

Zur langen Tradition gehört der brutale Hahnenkampf. Leider finden diese jeden Sonntag statt. Deshalb findet man überall angebundene Hähne, welche um die Wette krähen – teilweise noch um 3 Uhr nachts.

Die Menschen sind grundsätzlich immer hilfsbereit und aufgeschlossen gewesen, jedoch darf man nicht vergessen, dass sie zum größten Teil sehr arm sind. Deshalb kann es schon einmal vorkommen, dass Taxi- oder Tricycle-Fahrer wirklich unverschämte Preise verlangen. Hier bitte immer handeln!

Jeepneys

Kosten für Lebensunterhalt?

Auf den Inseln findet man kaum einen 7-Eleven, deshalb machen die privaten Stände auch höhere Preise. Hier ein paar Beispiele:

  • 1,5 L Wasser ~ 80 ct
  • 1 kg Mangos ~ 3 €
  • 1 kg Bananen ~ 80 ct
  • 1 Brot ~ 50 ct
  • 1 Motorbike 12 Std. ~ 15-20 €
  • 1 Abendessen ~ 3-6 €
  • Tricycle ~ 10 PHP für 1 km

Vegan Essen auf den Philippinen?

Vorneweg, es ist nicht einfach auf den Philippinen vegan zu essen – aber es ist nicht unmöglich. Die Filipinos lieben Fleisch, dieses wird an jeder Ecke gegrillt oder gebraten und in so gut wie jedem Gericht ist es enthalten. Wenn nicht Fleisch, dann Fisch bzw. Meeresfrüchte. Also eine kulinarische Küche darfst du nicht erwarten.

Da die meisten Filipinos aber Englisch sprechen und verstehen, ist es kein Problem ihnen zu sagen wie du dein Gericht haben möchtest. Wir haben dann einfach unsere Veggie-Pizza ohne Käse bestellt, Pad Thai ohne Ei oder auch sonst immer nachgefragt ob tierisches in dem Gericht enthalten ist und dann gebeten dieses wegzulassen.

Auf Coron findet man beispielsweise zwei gute vegetarische Restaurants direkt an der Hauptstraße, wo wir während unserem Aufenthalt immer gegessen haben. In Sabang gab es wie oben erwähnt auch ein vegetarisches Restaurant direkt neben unserer Bungalow-Anlage.

Zum Frühstück gab es für uns meistens frisches Obst vom Wochenmarkt, Fruchtshakes oder auch einmal typisch asiatisch, etwas warmes wie Gemüsereis oder Nudelsuppe. Irgendwie ticken die Uhren im Urlaub anders, weshalb wir das auch in der Früh essen konnten 😉

Fazit

Die Philippinen sind landschaftlich ein Traumland, mit einer tollen Vegetation, klarem Wasser und tollen Stränden. Man muss sich im klaren sein, dass man als Veganer auf Essens-Jagd gehen muss und auch Straßentiere gibt es zur genüge. Diese sehen oftmals ziemlich räudig aus, da sie die durch Sandmücken übertragbare Krankheit Leishmaniose haben oder sind verletzt. Außerdem sind die Philippinen trotz großer Armut kein günstiges Reiseland. Vor allem Transport, aber auch Unterkünfte und Essen sind oftmals kostspielig. Die Filipinos selbst sind jedoch ein nettes und aufgeschlossenes Volk – und das trotz ihrer finanziellen Lage. Da können sich einige hier noch eine Scheibe abschneiden.

 

Mangrovenwald in Sabang

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Das war 2017 | NataschaKimberly 30. März 2019 - 21:15

[…] darauf ging es für Basti und mich für ca. einen Monat auf die Philippinen. Ein schöner, aber auch komplizierter Urlaub. Wir waren einfach vom Pech und Krankheit verfolgt […]

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