Chiang Mai – Reisebericht

by Nati
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Ich habe mich spontan dazu entschlossen einen Chiang Mai-Reisebericht über unseren vergangen Urlaub zu verfassen. Hoffentlich sind für den einen oder anderen ein paar gute Tipps dabei. Falls ihr noch welche für uns habt, dann hinterlasst sie uns gerne in den Kommentaren.

Beginnen wie also von vorne. Nachdem wir etwas Startschwierigkeiten hatten, da unsere Airline ein paar Fehler gemacht hatte. Nach ewigen hin und her schieben unserer Flüge und somit auch Flugzeiten, saßen wir in Abu Dhabi fest, da wir unseren Anschlussflug nach Bangkok nicht bekommen hatten. Wie soll es auch anders sein, haben wir dann natürlich auch unseren Weiterflug nach Chiang Mai ebenfalls verpasst. Nach ca. 48 Stunden ohne Schlaf und Übernachtung auf den nackten Fliesen am Flughafen, sind wir 14 Stunden später als geplant endlich in Chiang Mai angekommen – leider ohne unsere Rucksäcke.

Chiang Mai

Es ging vom Flughafen direkt zu unserer Unterkunft. Wie üblich in Asien, haben wir ein Tuk Tuk Taxi (Pick-Ups mit Aufsatz) genommen. Das hat uns für 150 Baht in das Zentrum gefahren wo wir uns direkt eingenistet haben.

Unterkunft

  • Lantern House Backpackers
    Diese Unterkunft ist ziemlich zentral gelegen und für unsere ersten Tage war das völlig ausreichend. Man darf nicht zu viel erwarten, denn das Zimmer hat nur eine A/C, ein Bett und ein kleines Bad, aber es war sauber und die Besitzer super lieb! Das einzige Problem war nur, dass die Zimmer sehr hellhörig sind und man jeden Türschluss lautstark hört.
  • Thapae Garden Guesthouse
    Nachdem wir zwei Wochen in Laos waren, haben wir noch drei Nächte ich Chiang Mai verbracht bevor es zurück nach Deutschland ging. Über Google sind wie auf dieses Guesthouse gestoßen. Es liegt ein bisschen außerhalb von Zentrum, ist deshalb vom Preis-Leistung-Verhältnis (ca. 21 Euro/Nacht) völlig okay. Die Zimmer mit A/C haben einen Kühlschrank und es ist alles super sauber. Einen Pool gibt es auch, in den man aber leider nicht reinspringen kann, da das Wasser viel zu kalt und chlorlastig ist. Das Einzige was mich gestört hat ist, dass die Besitzerin ein kleiner Geldgeier war. Um ihr Guesthouse voll zu bekommen, sagt sie den Mietern, dass sie nach zwei Tagen in die Fan-Räume umziehen müssten, da die Zimmer mit A/C ausgebucht seien. Natürlich ist das jedem selbst überlassen, aber wir hatten keine Lust für unsere letzte Nacht unserer Urlaubs noch etwas anders zu suchen und schon wieder zu packen. Nie wieder – es hatte Tagsüber 37 Grad und wir hatten das Zimmer mit Fan im Dachgeschoss.

Essensmöglichkeiten

  • Sompet Market
    Von unserer ersten Unterkunft – Lantern House, ist man ziemlich schnell am Sompet Market gewesen. Dort gibt es täglich frisches Obst, kalte Kokosnüsse und Smoothies.
  • Garküchen
    Außerdem gibt es am Abend gegen 17-18 Uhr an der Hauptstraße der Seite des Sompet Market’s lauter kleine Garküchen, welche das Essen frisch zubereiten und die für den kleinen Geldbeutel absolut zu empfehlen sind. Wir als Veganer haben einfach gesagt, dass wir kein Fleisch und kein Ei in unser Essen wollen und das war auch nie ein Problem. Ich glaube im Norden ist Vegetarisch/Vegan einfach schon viel mehr verbreitet als im Süden. Natürlich weiß man nie genau, ob nicht vielleicht Knochen zum Kochen der Brühe verwendet wurden. Wer sich nicht sicher ist oder lieber darauf verzichten will sollte vielleicht nur gebraten Nudeln, Pad Thai etc. essen. Aber ich kann euch versprechen, die Suppen solltet ihr wirklich einmal probieren. Die Thai’s aber auch die Laoten machen super leckere Nudelsuppen!
  • Pinch of Salt 
    An unserem ersten Abend sind wir auf dieses kleine Restaurant gestoßen. Es gehört einem Freestyle-Koch, der zwar das klassische Menü auf der Karte hat zu uns aber meinte “Er hat nicht viel auf der Karte, aber seine Fantasie sei unendlich.” Wir haben ihn gebeten uns etwas veganes zu zaubern, heraus kam ein Teller voller verschiedener Geschmäcker. Rosenkohl in einer Mandelsauce, Karotten in einer anderen Sauce, Kräuterseitlinge, Salat… Einfach unglaublich lecker!
  • Aum Vegetarian Restaurant
    Ein absolutes Muss für jeden der in Chiang Mai ist! Wir waren drei Mal während unseres Aufenthalts dort. Ihr müsst die Suppe nach traditioneller Chiang Mai Rezeptur umbedingt probieren, genauso wie den Mango-Mint Lassi mit Sojamilch. Für jeden Veganer ist eine riesen Auswahl auf der Speisekarte, zu wirklich günstigen Preisen. Ein Hingucker ist auch der blaue Sticky-Reis.
  • Da’s Bakery 
    Wer in der Nähe vom Sompet Market ist und etwas zum Frühstücken sucht, der ist hier genau richtig. Es gibt eigene Müslis, frische Säfte, vegane Alternativen (Sojamilch, Sojajoghurt), leckere Sandwiche und auch to-go Essen.
  • Taste from Heaven
    Hier haben wir einen Burger gegessen mit einem Patty aus Kidneybohnen und frische Frühlingsrollen. Als Nachspeise gab es einen mega-leckeren Brownie und himmlisches veganes Kokosnusseis. Auf Anfrage bekommt man auch andere Gerichte “veganisiert” man muss es nur der Bedienung sagen.

Sehenswürdigkeiten

  • Doi Suthep + Wat Phra That
    Der Berg und sein zugehöriger Tempel waren unser erstes Ausflugsziel. Nachdem wir uns ein Motorrad ausgeliehen haben ging es die kurvigen Serpentinen hinauf. Zwischendurch haben wir mal angehalten um auf Chiang Mai hinunter zu blicken und eine Kokosnuss zu trinken. Auf dem Weg nach oben gibt es zwei Abzweigungen zu Wasserfällen, welche wir uns aber nicht angesehen haben. Der Temple selbst ist wunderschön und beeindruckend, aber völlig überlaufen. Deshalb kommen wir zum nächsten Punkt.
  • Tempel in Chiang Mai 
    In dieser Stadt gibt es wirklich alle fünf Meter einen Tempel. Jeder sieht anders aus: prunkvoll, alt, neu, vergoldet, hölzern oder aus Steinen. Und das Gute ist, die wenigsten werden von Touristen überrannt, da es so viele sind. Ein schöner Nebeneffekt bei unbekannteren Tempeln ist, dass sie keinen Eintritt kosten.
  • Grand Canyon
    Der Canyon war perfekt um sich mal abzukühlen, da es sonst keine Bademöglichkeiten in Chiang Mai gibt. Eintritt kosten 50 Baht p.P und man sollte frühzeitig da sein, wenn man noch ein bisschen Ruhe und Idylle genießen möchte. Gegen 13 Uhr tauchen die ganzen Party-Backpacker auf und es wird minütlich voller. Das Wasser ist tief genug, sodass man von der Klippe springen kann und im Wasser gibt es Bambusflösser zum entspannen.
  • Nightbazaar
    Jeden Abend wird der Nightbazaar aufgebaut. Hier findet man alles: Kunst, Haushaltsgeräte, Klamotten, Essen. Vor allem Essen – Auf dem Foodplatz gibt es Livemusik und Stände die super leckeres Essen machen. Etwas versteckt gibt es einen Stand “Garden Cafe”, bei dem es die besten frischen Frühlingsrollen gibt die wir je gegessen haben!
  • Walkingstreet
    Wer am Wochenende hier ist und shoppen möchte, der sollte unbedingt auf den Saturday- und Sunday-Market vorbei schauen. Hier findet man alles und noch mehr von den Dingen die auch auf dem Nightbazaar verkauft werden, aber teilweise zum halben Preis. Die Standbesitzer müssen am Nightbazaar Miete bezahlen un schlagen das natürlich auf den Verkaufspreis drauf.

Fazit

Ich hab mich in die Stadt Chiang Mai auf jeden Fall verliebt. Sie kommt mir vor wie Bangkok in klein und mit viel mehr Kultur. Es hat mich einfach beeindruckt wie viel Kultur im Norden noch herrscht, dass in jedem Tempel Mönche leben und wie viel Möglichkeiten man auch als Veganer in einer asiatischen Stadt hat.

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Pinch of Salt

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Wat Phra That

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Frühlingsrolle auf dem Nightbazaar

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Aum Restaurant

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Grand Canyon

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