Mangold Quiche

by Nati
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Rustikal und dabei saftig im Geschmack, eines unserer Lieblingsrezepte – die Mangold Quiche. Ab in den Laden und etwas von dem bunt-fröhlichen Blattgemüse in den Einkaufskorb.

Mangold ist nicht nur lecker, sondern sieht auch noch toll aus. Ursprünglich stammt Mangold aus dem Mittelmeerraum und gesellt sich zu den Arten wie Zuckerrübe oder Rote Beete und auch Spinat. Neben einem hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium, glänzt Mangold besonders mit reichlich Vitamin A.

Für unsere Mangold Quiche, starten wir mit der Zubereitung des Teiges. Hierfür alle Zutaten miteinander verkneten. Der Teig lässt sich am besten mit den Händen verarbeiten, da er sehr fest werden sollte. Darauf achten, dass dieser trotzdem schön elastisch bleibt. Er sollte nur nicht bröseln. Wenn doch, dann einfach noch etwas Sojamilch hinzugeben. Den Teig schließlich zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt für 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Während der Teig im Kühlschrank ein Nickerchen macht, wollen wir die Quiche Füllung und die Form vorbereiten.

Weiter geht es mit der Füllung. Die Mangoldblätter gut waschen und vom Strunk (den benötigen wir nicht) trennen. Dabei auch die harten Strunkelemente vom Blattinneren entfernen. Danach die Blätter klein schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Apfel und Zucchini  klein würfeln. Der Lauch wird in sehr feine Ringe geschnitten. Die Fleischtomate ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Der Räuchertofu wird in eine Schüssel zerbröselt.

Mangold_Quiche_1

Schnibbelarbeit

In einer großen Pfanne (Wokpfanne empfehlenswert) mit etwas Öl die Zwiebeln glasig dünsten, Knoblauch kurz mit andünsten. Zucchini Mangold und Lauch zugeben und anbraten. Danach zur Seite stellen.

Nun die Pinienkerne, ohne Zugabe von Fett oder Öl in einer kleinen Pfanne rösten. Darauf achten, dass diese nicht verbrennen. Das tun sie nämlich allzu schnell. Die noch heißen Pinienkerne mit dem gedünsteten/gebratenen Gemüse vermengen und den zerbröselten Räuchertofu, Haferflocken und Apfel untermischen. Beiseite stellen.

No Egg, Hefeflocken und Seidentofu vermischen und unter die Füllung heben. Zum Schluss noch mit Zitrone, Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.

Inzwischen den Ofen auf 200-220˚C Umluft vorheizen. Bei neueren Öfen kann 200˚C völlig ausreichen.

Als nächstes bereiten wir die 24 cm Springform vor. Dazu schneiden wir zwei 5cm breite Streifen der Langen Seite eines Backpapiers zurecht. Fetten die Form ein und legen die Backpapierstreifen kreuzförmig aus.

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Zerbröselter Räuchertofu. Eignet sich auch hervorragend als Hackfleischersatz (wer es so kennt)

 

Springform einfetten und Backpapierstreifen kreuzförmig auslegen

Springform einfetten und Backpapierstreifen kreuzförmig auslegen

Nun wird der vorbereitete Teig aus dem Kühlschrank geholt und so ausgerollt, damit man ihn in die vorbereitete Form legen kann. Der Teigrand sollte etwa 5 cm hoch an der Form hochragen. Den Boden mit Semmelbrösel bestreuen. Das dient dazu, dass die Flüssigkeit der Füllung den Teigboden nicht aufweichen lässt.

Die Quichefüllung nun in der Form verteilen und die Tomatenscheiben abschließend ebenfalls verteilen.

Als letzten Schritt die Form in den vorgeheizten Ofen bei Umluft für etwa 40-45 Minuten backen. Wenn alles schön kross und braun ist, kann es aus dem Ofen geholt werden. Wir empfehlen vor dem Verzehr die Quiche sich für etwa 20 Minuten setzen zu lassen.

Füllung verteilen und Tomatenscheiben nicht vergessen!

Füllung verteilen und Tomatenscheiben nicht vergessen!

Sieht nicht nur super aus, sonder schmeckt auch fantastisch

Sieht nicht nur super aus, sonder schmeckt auch fantastisch

Mangold_Quiche_8

Außen kross, innen saftig

Die Quiche reicht locker für 4-6 Personen

 

5.0 from 1 reviews
Mangold Quiche
 
Vorbereitung
Kochen
Gesamt
 
Autor:
Rezepttyp: Hauptspeise
Küche: Vegan
Portionen: 8 Stk.
Zutaten
Teig
  • 200 g Weizenmehl
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 50 g vegane Butter
  • 120 ml Soja Milch
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
Füllung
  • 300 g Mangold (ohne Strunk)
  • 150 g Zucchini
  • 1 Zwiebel, weiß
  • 1 Fleischtomate
  • 150 g Räuchertofu
  • 250 g Seidentofu
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Lauch
  • 2 TL No-Egg¹
  • 1 EL Haferflocken, zart
  • 50 g Pinienkerne
  • ½ Apfel
  • ½ Saft einer Zitrone
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Hefeflocken
Zubereitung
Teig:
  1. Alle Zutaten des Teigs (am besten mit den Händen) verkneten. Wenn der Teig etwas bröselt, dann etwas Milch hinzu geben. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Füllung:
  1. Mangold waschen und vom Strunk befreien, die Blätter klein schneiden.
  2. Zwiebel, Knoblauch, Apfel und Zucchini klein würfeln. Den Lauch in feine Ringe schneiden und die Tomate in dünne Scheiben schneiden. Den Räuchertofu in einer Schüssel zerbröseln.
  3. In einer großen Pfanne bzw. einem Wok mit etwas Kokosöl die Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Zucchini, Mangold und Lauch hinzugeben und mit anbraten. Danach zur Seite stellen.
  4. Nun die Pinienkerne ohne Zugabe von Öl in der Pfanne rösten. Diese mit dem Gemüse im Wok vermsichen und den zerbröselten Räuchertofu, Haferflocken und Apfel untermischen. Beiseite stellen.
  5. Jetzt das No Egg, Hefeflocken und Seidentofu vermischen und unter die Füllung heben.
  6. Mit Zitrone, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken
  7. Inzwischen den Ofen auf 200 ˚C Umluft vorheizen.
  8. Eine 24 cm Springform einfetten und ein Kreuz aus 5 cm dicken Backpapierstreifen in der Form auslegen.
  9. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und in der Kuchenform ausbreiten. Der Rand sollte ungefähr 5 cm hoch sein.
  10. Die Füllung auf dem Teig verteilen und abschließend die Tomatenscheiben oben drauf legen.
  11. Die Quiche für etwa 40-45 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
 

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8 comments

Sofia 7. Juli 2019 - 17:47

Heyho, ich habe leider kein No-Egg und frage mich, ob man als Eiersatz auch etwas von den anderen üblichen Dingen wie Sojamehl, Kichererbsenmehl oder einfach Stärke oder Gries nehmen kann?

Reply
Basti 7. Juli 2019 - 19:13

Hi Sofia,

klaro, alles was bindet ist in Ordnung.

Das Rezept ist schon etwas älter und mittlerweile benutzen wir auch kein No-Egg mehr 🙂

Ich würde Sojamehl oder Kartoffelstärke nehmen. Das Kichererbsenmehl und Gries führt manchmal zu ungewollten Konsistenzen.

Viel Freude beim Nachkochen!

Reply
Fenchel Quiche | NataschaKimberly 22. März 2019 - 22:32

[…] Meinung nach mit allem was man so im Kühlschrank hat. Deshalb kann ich dir meine Varianten mit Mangold und Spinat auch sehr […]

Reply
Juliane Hoffmann 15. Juni 2018 - 18:25

Sehr sehr lecker. Ich musste “ein wenig” improvisieren: Lauchzwiebeln & Apfel musste ich weglassen bzw. Letzteres durch eine kleine Möhre ersetzen. Ebenso habe ich waghalsig den Seidentofu durch Naturtofu ersetzt, was die Konsistenz geändert hat, aber trotzdem sehr lecker ist. 🙂 oh und Hartweizengrieß hab ich durch Weichweizen ersetzt – ging auch gut.

Trotz dieser Experimentier-Küche sehr sehr lecker!! Die Quiche mache ich sicher wieder.

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Nati 17. Juni 2018 - 20:49

Hi Juliane,

danke für deine ganzen Hinweise und Tipps! Freut mich riesig, dass sie dir auch trotz Abwandlung lecker geschmeckt hat 🙂

Reply
Basti 22. Mai 2016 - 22:22

Hallo Mattia,

dann hoffen wir umso mehr, dass dir unser Rezept schmeckt. Wir lassen uns gerne von alles und jeden inspirieren und natürlich schauen wir uns auf den Websites von unseren Besuchern bzw.anderen Bloggern an. Die vegane Küche ist ja auch genau deshalb so toll, weil soviele kreative Köpfe so tolle Rezepte erfinden. Deine Spaghetti Carbonara sehen übrigens sehr lecker aus! 🙂

Reply
Mattia 22. Mai 2016 - 21:33

Das sieht sehr lecker aus !
Als französin vermisse ich quiche sehr, seit ich vegan lebe… ich hoffe das ich das ändern kann indem ich das rezept mal bald ausprobiere 🙂
Gerne könnt ihr mal auf meinen neuen Blog vorbeischauen, vielleicht gibt es ja dort etwas, was euch auch inspiriert!
http://essenundessenlassen.de/

Liebe Grüße,
Mattia

Reply
Sina 3. Juli 2015 - 22:30

Mmhh sieht das lecker aus! Ich habe vegane Quiche schön öfter mit Spinat gemacht, aber Mangold ist auch eine super Idee! 🙂

Liebe Grüße
Sina von veganheaven.de

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