Heilfasten – meine Erfahrung

by Nati
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Heute gibt es meinen Beitrag bzgl. meiner Erfahrung zum Heilfasten, welches sich am Buchinger Heilfasten Programm orientiert hat.

Wie vielleicht manche über Instagram mitbekommen haben, habe ich mit zwei weiteren Usern eine gemeinsame Fastenwoche gestartet. Das ganze war relativ spontan, da eine der Userinen unter einem Post gemeint hatte, sie würde gerne mal wieder fasten, um einen besseren und vor allem bewussteren Bezug zum Essen wieder herzustellen. Zudem soll es beim Heilfasten, wie der Name schon sagt, nicht um das Abnehmen gehen, sondern um die innere Heilung bzw. diese in dieser Zeit besonders stark zu unterstützen.

Vorneweg: Ich hab es keine ganze Woche geschafft. Dafür war ich einfach zu unvorbereitet und spontan. Auch glaube ich, dass ich mental einfach noch nicht komplett offen für eine ganze Woche Fasten war. Dennoch kann ich dir sagen, dass du, egal ob an Tag drei oder an Tag 12, auf jeden Fall innerliche so auch äußerliche Veränderungen spüren kannst bzw. wirst. Auch wenn ich das “Experiment” nicht komplett durchgezogen habe, hat es sich auf jeden Fall für mich gelohnt!

Was ist Fasten eigentlich?

Im Prinzip kann man das Fasten mit einem Frühjahrsputz vergleichen. Hier geht es nicht um das Abnehmen, wie viele vermeintlich im ersten Moment denken würden. Nein, hier geht um die Unterstützung des Heilungsprozesses von innen heraus. (Kleine Anmerkung: Je nach Dauer deiner Fastenzeit wirst du merken, dass du Gewicht verlierst. Dies ist jedoch nur Wasser und im Alltag schnell wieder gespeichert)

Man muss es sich so vorstellen. Wenn du drei Mal am Tag eine ordentliche Portion isst, dazwischen evtl. noch ein paar Snacks uns zwischen deiner Abendmahlzeit und deinem Frühstück nicht mehr als 10 Stunden vergehen, dann ist dein Magen-Darm-Trakt ständig auf Hochtouren und muss im Prinzip die ganze Zeit arbeiten.

Jetzt ist es aber so, dass unser Immunsystem im Prinzip im Darm stattfindet. Und wenn dieser die ganze Zeit arbeiten muss, dann bist du anfällig für Krankheiten oder Entzündungen. Deshalb ist so ein Frühjahrsputz des Darms gar nicht so verkehrt, denn so werden mal die ganzen Speisereste, die schon etwas länger darin verweilen, mit heraus gespült und der Darm geleert.

Aber nicht nur das. Dein Körper kann sich auch einmal auf die Entgiftung konzentrieren. Schließlich sind wir tagtäglich (schädlichen) Umwelteinflüssen ausgesetzt. Darunter fallen z.B. verarbeitete Produkte, Pestizide, Feinstaubpartikel von Abgasen, Chemikalien von Putzmittel, Kleidung etc. und so vieles mehr. Das alles nehmen wir über die Ernährung, Haut und Luft auf, was sich dann wiederum in unseren Organen niederlässt, da unser Körper nicht immer die Möglichkeit hat diese Dinge (sofort) auszuscheiden.

Während einer Fastenkur sorgt man also dafür, dass der Körper nicht übermäßig belastet wird, d.h. kein Stress, kein Essen, aber ganz viel Entspannung und moderate Bewegung. So unterstützt du deinen Körper ideal beim Abbau und der Ausscheidung dieser bedrohlichen Stoffe.

Buchinger Heilfasten

Es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten eine Fastenzeit zu durchlaufen. Neben Buchinger ist auch das Hildegard von Bingen Fasten sehr bewährt. Wer jedoch nicht auf feste Nahrung verzichten möchte, kann auch einfach ein Basenfasten-Programm durchführen. Auch ein unausgeglichener Basen-Säure-Haushalt kann zu erheblichen Erkrankungen führen.

Das Buchinger Fasten über einen Zeitraum von einer Woche, sah bei mir wie folgt aus:

Montag und Dienstag Entlastungstage:

  • Kein Fett, Salz oder Zucker (auch keine anderen Süßstoffe)
  • Hauptsächlich Obst und Gemüse, sowie Kartoffeln, Reis oder anderes Getreide
  • Viel Tee, 2,5 – 3 Liter Wasser und evtl. noch Saft – bzw. Gemüseschorlen.

Mittwoch, Donnerstag und Freitag Fastentage:

  • Morgens Tee
  • Mittags Gemüsebrühe ohne Salz
  • Abends Gemüse- oder Obstsaft (am Besten Schorlen)
  • 2,5 – 3 Liter Wasser und viel Tee

Samstag und Sonntag Aufbautage:

  • Leichte Kost wie Knäckebrot
  • Gedünsteter Apfel oder Birne
  • Joghurt mit Leinsamen
  • 2 Liter Wasser und Tee

Was gehört noch zum Fasten?

Zusätzlich zum Fasten habe ich Flohsamenschalen¹ benutzt, da dieses das Wasser im Körper binden. Außerdem habe ich Bentonit¹getrunken, da dieses dafür bekannt ist schädliche Stoffe wie Pestizide, Schwermetalle etc. im Körper zu binden und das ausscheiden davon erleichtern. Ein Einlauf¹ ist natürlich auch immer sehr empfehlenswert, da dieser die Reinigung des Darms sehr unterstützt.

Der Darm ist das Hauptzentrum unseres Immunsystems, d.h. wenn wir krank werden oder uns unwohl fühlen sollten wir uns als erstes Sorgen um unseren Darm machen. Die Darmflora kann natürlich auch ohne Fasten und Darmeinlauf unterstützt werden, indem man mit Flohsamenschalen, Bentonit und Probiotika¹ als Kombination eine Kur macht. Dies hat sich bei mir sehr bewährt, nachdem ich lange Zeit mit einem Blähbauch zu kämpfen hatte.

Wie ging es mir während dem Fasten?

Während der Entlastungstage ging es mir wirklich gut, ich hatte kein Problem mit dem Verzicht auf Salz oder Fett, Zucker konsumiere ich sowieso sehr selten. Am Montag habe ich mit einem grünen Smoothie in den Tag gestartet, was mich persönlich immer sehr lange satt hält und womit ich mich aufgrund der Nährstoffe immer sehr wohl fühle. Des Weiteren habe ich meine Speisen eher aus Obst und Gemüse zusammengestellt, aber auch mit Reis.

Ab Mittwoch hieß es dann nur noch Flüssignahrung. Ich habe den Tag mit einer großen Tasse Kräutertee begonnen, dann habe ich mittags die Suppenbrühe ohne Salz (absolut nicht mein Fall) zu mir genommen und abends gab es dann einen Gemüsesaft 1:1 im Mengenverhältnis mit warmen Wasser, die ich dann wie eine Suppe gelöffelt habe.
Neben der Ernährung habe ich noch leichtes Yoga gemacht und bin spazieren gewesen um mich zu erholen und meinem Körper die nötige Entspannung zu geben.

Wie ging es mir also nun nach meinem ersten Tag ohne feste Nahrung? Ehrlich gesagt nicht wirklich gut. Ich habe um die Mittagszeit gespürt wie ich keine Energie mehr hatte, da mein Körper förmlich nach Energie aus Kohlenhydraten lechzte. Vorher habe ich meinem Körper immer genau dann die gewünschte Energie gegeben, auch wenn es kein Hunger war, sondern Appetit. Doch das ging jetzt nicht mehr und er musste sich die Energie aus den Reserven holen. Zusätzlich hab ich noch Kopfschmerzen bekommen, war nicht ganz aufnahmefähig und habe die ganze Zeit das Gefühl gehabt um meinen Kopf herum schwebt ein dichter Nebel.

Am nächsten Tag jedoch, bin ich voller Energie aufgewacht und hätte sprichwörtlich Bäume ausreißen können. Ich habe mich einfach gut gefühlt, glücklich mit mir und meiner Umwelt. Wahrscheinlich klingt das Ganze sehr unglaubwürdig, dass sich sowas schon nach einem Tag bei mir bemerkbar machte, aber ich muss dazu sagen, ich ernähre mich weitestgehend sehr gesund.  Denn ich trinke selten Kaffee sowie Alkohol, rauche nicht und nehme sehr wenig verarbeitete Produkte zu mir. Mein einziges Laster ist das Öl und das Salz und die habe ich ja bereits seit Montag weggelassen.

Ich merkte allerdings nicht nur psychische Veränderungen sondern auch physische, denn durch den minimalen Wasserverlust welchen ich in diesem Zeitraum hatte, hat sich meine Bindegewebe wieder etwas gestrafft und somit ist auch meine Cellulite zurück gegangen. Außerdem hab ich eine viel klarerer Haut bekommen und zum ersten Mal seit langem war die Hautbalance einfach perfekt und durch das Verzichten auf Salz haben sich meine Geschmacksnerven wieder verstärkt.

Fastenbrechen und danach?

Donnerstag Abend konnte ich dann einfach nicht mehr. Mein Freund hat sich köstliche Kartoffel Wedges im Ofen gemacht zu denen ich einfach nicht Nein sagen konnte. Das war vielleicht nicht die klügste Mahlzeit, aber ich hatte riesige Lust darauf. Nach dem Fasten sollte man ja eigentlich eher leichte Kost zu sich nehmen, damit sich der Magen wieder langsam an die Arbeit gewöhnen kann die er da bekommt.

 

Ist das Fasten was für mich? 

Naja, ich glaube teils teils. Ich bin ein Mensch der sich sehr viel mit der Ernährung auseinandersetzt und wissen möchte was ich da zu mir nehme. Aus diesem Grund stand das Fasten schon auf meiner To-Do Liste, da ich das natürlich einmal ausprobieren wollte. Ich glaube allerdings, dass jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen war. Dennoch bin ich wirklich froh es gemacht zu haben und werde es vermutlich noch einmal ausprobieren und dann auch hoffentlich bis zum Ende durchziehen!

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